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In Budapest geht die Stadt unter dem Strassennieveau weiter. Die Unterführungen für Fussgänger sind nicht nur sichere Unterquerung der grossen Strassen, sondern auch Treffpunkt und Marktplatz. Meist befinden sie sich an U-Bahn-Haltestellen. Die kleineren, ohne Läden, dort wo Landfrauen ihre Blumen und Stickereien verkaufen, riechen oft ziemlich stark nach Chlor oder anderem Reinigungsmittel. Die anderen, grösseren riechen nach U-Bahn, nassen Schuhen, Grillwürsten und frischem Brot. Wahrscheinlich blasen die Backwarenstäde den Geruch des frischen Brotes absichtlich in die U-Bahn-Gänge, um mehr Kunden anzulocken. Man steht so auf der langen Rolltreppe und fährt Richtung Oberfläche und der dieser Geruch steigt einem in die Nase.

Jede Unterführung hat auch ihre Szene. Neben der Landfrauenszene gibts auch die Hip-Hop-Szene, die Nutten-Szene, die Alkoholikerszene oder die Szene der Betenden. Neben dem Nyugati Bahnhof gibt es ein riesiges Einkaufszetrum (Architekt Jòzsef Finta), dessen unteres Geschoss direkt an die Unterführung anschliesst. Türsteher passen hier auf, dass die Welt der Obdachlosen, Prostituierten und Zigeuner nicht in die cleane Welt des Konsums kommt.

Mit gefallen diese Unterführungen, die Gerüche, die Menschen, die Lichter. Nur hier unterquere ich die Strassen gerne. Das Shoppingcenter gefällt mir weniger.

Budapest Unterführung Nyugati tér

Budapest Unterführung Nyugati tér

Budapest Unterführung Astoria

Budapest Unterführung Astoria

Zur Unterführung Astoria fällt mir gerade der wunderbare “Bossa Astoria” von Zagar ein.

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